Massenentlassung bei AOL Time Warner
Der größte Medienkonzern der Welt, AOL Time Warner, will US-Presseberichten zufolge 2.400 Arbeitsplätze streichen. Im Rahmen der Umstrukturierung des erst vor kurzem entstandenen Konzerns werden rund drei Prozent aller 80.000 Stellen gekürzt.
Am stärksten dürften die Abteilung Marketing sowie der in New York sitzende Filmverleih Fine Line betroffen sein. Relativ ungeschoren käme demnach das Filmstudio Warner Brothers davon.
Der "Daily Variety" zufolge sollen einige hundert Arbeitsplätze beim Internet-Portal Entertaindom.com wegfallen, das in anderen Internet-Firmen von Warner Brothers aufgehen soll.
AOL und Time Warner hatten beim Zusammenschluss zum weltgrößten Medienunternehmen angekündigt, gemeinsam rund eine Milliarde US-Dollar an Kosten sparen zu können. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Nachrichtensender CNN mitgeteilt, jede zehnte Stelle streichen zu wollen. AOL Time Warner beschäftigt mehr als 80.000 Mitarbeiter.
Rekordfusion hinterlässt RatlosigkeitWeitere 3.800 Stellen könnten gestrichen werden, sollte AOL Time Warner seine Pläne zum Verkauf oder zur Schließung der Warner-Bros.-Geschäfte durchsetzen. In den Geschäften werden vor allem Fanartikel für Filme und Serien von Warner verkauft.
AOL Deutschland ist eigenen Angaben zufolge nach der Fusion des Mutterkonzerns America Online mit Time Warner nicht von einem möglichen Stellenabbau betroffen. Bei AOL Deutschland sei keine Reduzierung der Mitarbeiterzahl geplant, so AOL.
