Rechtsstreit um Java beigelegt
Der dreijährige Rechtsstreit um Microsofts Lizenzierung von Suns Java-Technologie scheint gelöst: 20 Millionen USD wird der Software-Gigant aus Redmond Sun zahlen und dabei auf das Java-Logo sowie auf die Bezeichnung "Java-kompatibel" in seinen Produkten verzichten müssen.
Ein neuer Lizenzierungsvertrag befristet eine Verwendung Javas in Microsofts Produkten auf sieben Jahre, ausschließlich veraltete Versionen der Programmiersprache Java dürfen dabei Verwendung finden.
Sun beschuldigt Microsoft, Java um einige Befehle erweitert zu haben. Diese würden eine Anbindung an Windows-eigene Elemente erlauben und so mit der plattformübergreifenden Kompatibilität von Java brechen.
Diese Modifikation der Java-Technologie lief Sun zuwider und führte 1997 zu der Anklage Microsofts, ein Java-Derivat entwickelt zu haben, das lediglich von Windows unterstützt wird.
Sun sieht den Ausgang des Rechtsstreits als Sieg für Anwender und Kunden. 200 Lizenznehmer und 2,5 Millionen Entwickler würden Java zur am schnellsten wachsenden Applikations-Plattform der Geschichte machen, so Sun.
Statement von SunDie Entwicklung von Produkten, die Ähnlichkeiten zu Java aufweisen und Java-Applikationen ausführen können, bleibt Micosoft nicht verwehrt. Lediglich die Bezeichnung "Java-kompatibel" wird nun fehlen.
