Aktienhandel am Arbeitsplatz kostet Milliarden
Das wachsende Interesse der Deutschen an Börsengeschäften kostet die Wirtschaft nach einem Bericht des Kölner Wirtschaftsmagazins "BIZZ" pro Jahr zehn Milliarden DM [70 Mrd. ATS].
Nach einer repräsentativen Umfrage besitze mehr als jeder vierte Mitarbeiter mit Internetanschluss Aktien und greife während der Arbeitszeit durchschnittlich etwa sechs Mal pro Woche auf das Web zu, um sich über das Börsengeschehen zu informieren und Aktienorder abzugeben, berichtete das Magazin am Sonntag.
Nach der von "BIZZ" beim Starnberger Softwarehersteller Business Gateway in Auftrag gegebenen Umfrage unter 1.300 Beschäftigten dauere jeder Zugriff im Schnitt 11,4 Minuten. Auf das Jahr umgerechnet entstehe den Firmen dadurch ein Arbeitsausfall von rund 204 Millionen Stunden.
Der Ausfall schlage demnach mit rund siebzig Milliarden ATS zu Buche. Laut "BIZZ" müssen Beschäftigte mit Abmahnung und im Wiederholungsfall mit Kündigung rechnen, wenn sie am Arbeitsplatz bei privatem Surfen erwischt werden.
