21.01.2001

TELEKOM.AT

Bildquelle: fuzo

Auch 2001 Verluste zu erwarten

Telekom-Austria-Generaldirektor Heinz Sundt schließt auch im laufenden Jahr Verluste nicht aus: "Wir haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass die Bilanz 2000 Verluste aufweisen wird. Für 2001 kann ich zwar keine schwarzen Zahlen versprechen. Wir werden dem Aktionär aber nachweisen können, dass ein nachhaltiger Kurswechsel eingeleitet wurde", meint Sundt im heute erschienenen Nachrichtenmagazin "profil".

Der TA-Chef zeigte sich überrascht, "dass die Aktie so tief" gerutscht ist, und führt das auf die allgemeine Situation der Telekombranche zurück.

Den Aktionären rät Sundt, sich in Geduld zu üben.

Zum Börsengang der TA habe es keine Alternative gegeben, wenngleich der geeignetere Zeitpunkt vor fünf Jahren gewesen wäre.

Tarifsenkung ab Februar

Zudem kündigt der TA-Chef eine Tarifsenkung noch im ersten Quartal - wenn möglich bereits mit 1. Februar - an. Sundt: "Wir haben vor, die Reorganisation der lokalen Tarife einhergehen zu lassen mit einer sekundennahen Abrechnung."

Als einen wesentlichen Grund für die eingebrochenen Gewinne führt der TA-Chef die schlechte Zahlungsmoral der in Österreich agierenden privaten Anbieter ins Treffen.

Sundt im "profil"-Interview: "Der überwiegende Teil dieser Unternehmen ist bei uns in Zahlungsverzug. Teilweise mit gewaltigen Summen. Üblicherweise sind es zweistellige Millionenbeträge, die uns solche Unternehmen schulden." Dem Vernehmen nach betragen die Außenstände 200 bis 300 Millionen Schilling.