04.12.2000

PROGNOSE

Bildquelle: Gaf

E-Gefahr für Wiener Einzelhändler

Eine Studie, die die Unternehmensberatung A.T. Kearney gemeinsam mit dem Verein Zukunft Wien, einer Initiative der Stadt Wien, erstellte, hat sich mit den Auswirkungen des E-Commerce auf Wiener Einzelhändler beschäftigt.

Dabei wurde davon ausgegangen, dass die Umsätze aus Österreich im Business-to-Consumer [B2C]-Bereich sich von 1,2 bis 1,5 Milliarden ATS in diesem Jahr auf 13 bis 15 Milliarden ATS im Jahr 2003 steigern wird.

Kultur drin, Handel draußen

"Einzelhändler, die die Entwicklungen im Internet nicht rechtzeitig erkennen und zu ihrem Vorteil nutzen, sind definitiv gefährdet", betonte der A.T.-Kearney-Experte Florian Haslauer.

Will man die urbanen Strukturen in Wien aufrechterhalten, müssten sowohl Politik, Interessenvertretungen und Institutionen als auch der Handel verstärkt in das Medium Internet und in die Attraktivierung des Einkaufs investieren.

Wichtig seien hier in erster Linie gezielte Wirtschaftsförderungen etwa in Form von Schulungen oder Trainings, um Einzelhändler von der Wichtigkeit eines Internet-Auftritts zu überzeugen. Darüber hinaus müssten verstärkt Internet-Plattformen mit geeigneten Marktplätzen für Wiens Kleinunternehmen geschaffen werden.

Gerade die Stadt Wien habe hier enormen Nachholbedarf. "Wien ist zwar mit Kulturdienstleistungen bestens im Web vertreten, eine Verbindung mit dem Handel, wie es zum Beispiel in Berlin gang und gäbe ist, fehlt aber nach wie vor", kritisiert Haslauer.