04.12.2000

TELEKOMS.AT

Kollektivvertrag garantiert Weiterbildung

Der neue Kollektivvertrag [KV] für die österreichischen alternativen Telekom-Unternehmen, der mit 1. Jänner 2001 in Kraft tritt, soll vor allem im Bereich Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter für andere Branchen ein Vorbild sein, sagte der Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten [GPA], Hans Sallmutter, heute bei einem Pressegespräch.

Der KV sei ein Beweis dafür, dass die Sozialpartnerschaft auch in neuen ökonomischen Strukturen wie der jungen Telekom-Branche funktioniere.

Schlaue Branche

Im neuen KV wurde auch der Anspruch jedes Arbeitnehmers auf eine Woche Aus- und Weiterbildung pro Jahr verankert.

Österreichische Unternehmen investierten 1999 im Schnitt 1,5 Prozent der Gehaltssumme in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter, die Telekom-Branche bringe dafür das Doppelte bis Dreifache auf, sagte Cibulka.

Der KV gilt für 5.000 Arbeitnehmer bei alternativen Festnetz- und Mobilfunkbetreibern, nicht aber für die rund 18.600 Mitarbeiter der Telekom-Austria-Gruppe.

Mit der Telekom Austria [TA] fänden derzeit bereits Gespräche zur Adaptierung des KVs statt, berichtete der stellvertretende Zentralsekretär der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten [GPF], Gottfried Sommer. Angesichts der hohen Beamtenquote in der TA-Gruppe gelten die Kollektivverträge allerdings nur für knapp ein Drittel der TA-Beschäftigten, für den Großteil gilt das Beamtendienstrecht.