Anstieg von Kreditkartenbetrug im Netz
Der Betrug mit EC- und Kreditkarten in der Bundesrepublik Deutschland hat nach einem Bericht der Zeitung "Welt am Sonntag" drastisch zugenommen.
Unter Berufung auf einen Bericht des deutschen Bundesinnenministeriums schreibt die Zeitung, dass nach der polizeilichen Kriminalstatistik mit einer Zunahme der Betrugsfälle in diesem Bereich von etwa 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu rechnen sei.
Bestellungen über das Internet
Neben betrügerischen Antragstellungen und Delikten mit
gefälschten Karten machten der Wirtschaft vor allem Betrügereien mit
den auf den Karten gespeicherten Daten zu schaffen. Dies gelte
insbesondere für Bestellungen über das Internet, bei denen es zu
keinem persönlichen Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer komme.
Darüber hinaus habe dem Bericht des Innenministeriums zufolge auch
die Zahl der Betrugsfälle beim Lastschriftverfahren mit EC-Karten
zugenommen.

Mikrochip statt Magnetstreifen
Da die derzeit auf den Karten benutzten Magnetstreifen ohne großen technischen und finanziellen Aufwand gelesen beziehungsweise neu geschrieben werden könnten, sei die zügige Umstellung auf die Verwendung von Microchips erforderlich.
So führe der Ministeriumsbericht an, dass in Frankreich das Betrugsaufkommen seit der Ausstattung aller Kreditkarten mit der Chip-Technologie gegen null tendiere.
Derzeit sind in Deutschland mehr als 90 Millionen Zahlungskarten ausgegeben, davon sind 45,5 Millionen EC-Karten, 31 Millionen automatenfähige Bankkarten sowie 16,5 Millionen Kreditkarten.