Vodafone will raschen Arcor-Börsengang
Das britische Mobilfunkunternehmen Vodafone möchte einen Teil seiner Mehrheitsbeteiligung Mannesmann Arcor rasch an die Börse bringen.
"Wir halten an unseren Plänen für den Börsengang im März fest und verlangen schnellstmöglich eine Entscheidung", sagte Vodafone-Europa-Chef Julian Horn-Smith der deutschen Zeitung "Welt am Sonntag" [WamS]. Den Wert des für die Emission vorgesehen 25-Prozent-Paketes schätzten Analysten auf bis zu 2 Mrd. Euro.
Die Telefongesellschaft Arcor ist im Festnetz der stärkste Konkurrent der Deutschen Telekom.
Offenbar gebe es unterschiedliche Vorstellungen der drei Eigentümer Vodafone [74 Prozent], Deutsche Bahn [18] und Deutsche Bank [8 Prozent] um den Einfluss der Bahn nach einem Börsengang, den Bahnchef Hartmut Mehdorn verstärken will, berichtet die "WamS".

An der für Mittwoch geplanten Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bahn AG solle auch über den Börsengang der Mannesmann Arcor AG & Co diskutiert werden, schreibt die Zeitung weiter.
Vodafone möchte mit den Einnahmen aus dem Börsengang das weitere Wachstum von Arcor finanzieren. Auch künftig möchte Vodafone Mehrheitsgesellschafter bleiben, sagte Horn-Smith.
Arcor erwirtschaftete 1999 einen Umsatz von 1,02 Mrd. Euro. Ende Juni dieses Jahres waren beim Unternehmen gut 6.500 Mitarbeiter tätig.