02.12.2000

NO WAP, NO CRY

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User wollen kein WAP

Im Herbst dieses Jahres hat Jakob Nielsen, Usability-Guru und Chef der Nielsen Norman Group, ein Studie zum Thema WAP [Wireless Application Protocol] durchgeführt.

Nur 20 % denken an WAP

Zusätzlich wurden ihnen Aufgaben gestellt, um Usability-Studien durchzuführen. Auf die Frage, ob sie innerhalb eines Jahres ein WAP-Handy nützen wollen, haben 70 Prozent mit einem klaren Nein geantwortet. Nur 20 Prozent wollen sich innerhalb der nächsten drei Jahre eins zulegen

WAP sei noch nicht ausgereift, schliesst Nielsen. User würden auch nicht erwartetn, dass es in der nächsten Zeit funktionieren würde. User, die WAP getestet hatten, meinten, dass selbst die einfachsten Aufgaben zu lange dauerten, um wirklich einen Nutzen zu generieren. Sie bezeichneten die WAP-Performance als "schrecklich langsam".

Augen zu und durch

Nielsen übersetzt WAP mit "Wrong Approach to Portability". "Unternehmen sollten kein Geld verschwenden, um WAP-Services aufzubauen, die keiner verwenden wird. Stattdessen sollten sie die aktuelle WAP-Generation durchtauchen und weiter an ihrer Mobile Internet Strategie feilen", so Jakob Nielsen.

Kinderschuhe 1994 und 2000

Er zieht Parallelen zu seinen Usability-Studien 1994, als das WWW noch in den Kinderschuhen steckte. Er entdeckt dabei alamierende Übereinstimmungen zwischen WWW '94 und WAP '00.

"So lange der Nutzen von mobilen Internet-Geräten und WAP-Services nicht stark verbessert wird, werden die User es einfach nicht akzeptieren. Milliarden von Dollars werden verschwendet", so Nielsens Conclusio.