Erster Iridium-Satellit ist verglüht
Ein Iridium-Kommunikationssatellit ist am
Mittwochvormittag über der Arktis verglüht.
Nach Auskunft der US-Raumfahrtbehörde, die
insgesamt 8.000 Objekte in der Erdumlaufbahn
beobachtet, trat der defekte Satellit um
9.44 Uhr Weltzeit in die Erdathmosphäre ein.
"Der Satellit war nicht für eine intakte
Rückkehr gedacht und sollte beim Eintritt in
die Erdatmosphäre größtenteils verglüht
sein", sagte Larry Lincoln von der US-Behörde.
Zweiter Absturz Mitte September
Er wurde am 8. September 1998 gestartet,
zeigte aber Fehlfunktionen und geriet zwei
Monate später außer Kontrolle.
Ein zweiter defekter Iridium-Satellit sollte
spätestens am 17. Dezember in die
Erdatmosphäre eintreten.
Das Risiko für Menschen soll in beiden
Fällen vernachlässigenswert sein, weil die
Bauweise NASA- und US-Standards genügt.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch
durch herabfallende Trümmer zu Schaden
kommt, liegt danach unter 1:10.000.
Obwohl Iridium noch einige weitere
Satelliten verlieren wird, ist der Betrieb
der rund 70 funktionsfähigen Satelliten
Betrieb des Iridium-Netzwerks gesichert
Mit Genehmigung eines New Yorker
Konkursgerichts hatte vergangenen Monat die
"Iridium Satellite LLC" für 25 Millionen
Dollar die Aktiva der Iridium LLC übernommen.
Motorola, der ursprüngliche Errichter und
Betreiber des sieben Milliarden Dollar
teuren Satelliten-Netzwerks, wird die
Verwaltung der Satelliten-Handy-Benutzer
durchführen. Der Flugzeughersteller Boeing
wird die Satellitenschar betreiben und warten.
Der Satellit Endeavour hingegen zieht bereits einige Zeit unberührt von Schicksalen seiner Artgenossen seine Kreise.
