01.12.2000

RAUF & RUNTER

Bildquelle: FuZo

Erster Iridium-Satellit ist verglüht

Ein Iridium-Kommunikationssatellit ist am

Mittwochvormittag über der Arktis verglüht.

Nach Auskunft der US-Raumfahrtbehörde, die

insgesamt 8.000 Objekte in der Erdumlaufbahn

beobachtet, trat der defekte Satellit um

9.44 Uhr Weltzeit in die Erdathmosphäre ein.

"Der Satellit war nicht für eine intakte

Rückkehr gedacht und sollte beim Eintritt in

die Erdatmosphäre größtenteils verglüht

sein", sagte Larry Lincoln von der US-Behörde.

Zweiter Absturz Mitte September

Er wurde am 8. September 1998 gestartet,

zeigte aber Fehlfunktionen und geriet zwei

Monate später außer Kontrolle.

Ein zweiter defekter Iridium-Satellit sollte

spätestens am 17. Dezember in die

Erdatmosphäre eintreten.

Das Risiko für Menschen soll in beiden

Fällen vernachlässigenswert sein, weil die

Bauweise NASA- und US-Standards genügt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch

durch herabfallende Trümmer zu Schaden

kommt, liegt danach unter 1:10.000.

Obwohl Iridium noch einige weitere

Satelliten verlieren wird, ist der Betrieb

der rund 70 funktionsfähigen Satelliten

Betrieb des Iridium-Netzwerks gesichert

Mit Genehmigung eines New Yorker

Konkursgerichts hatte vergangenen Monat die

"Iridium Satellite LLC" für 25 Millionen

Dollar die Aktiva der Iridium LLC übernommen.

Motorola, der ursprüngliche Errichter und

Betreiber des sieben Milliarden Dollar

teuren Satelliten-Netzwerks, wird die

Verwaltung der Satelliten-Handy-Benutzer

durchführen. Der Flugzeughersteller Boeing

wird die Satellitenschar betreiben und warten.