Kompetenzzentrum EC3 fördert E-Commerce
In Österreich verfügt so gut wie jedes Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten über einen Internet-Zugang.
Noch ist das Präsentieren von Informationen zu Produkten und Dienstleistungen laut einer Studie von KPMG Consulting die häufigste Form einer Geschäftsaktivität, verkauft wird nur selten über das Web.
Unternehmen und Universitäten bei der Entwicklung von E-Commerce-Lösungen unterstützen will das neue "Electronic Commerce Competence Center EC3", ein interdisziplinäres Forschungszentrum, das heute im Rahmen eines Pressegesprächs präsentiert wurde.
Das EC3 ist eine Initiative von Universitätsinstituten, Unternehmen und der öffentlichen Hand. Konkret sind die vier Universitätsinstitute Wirtschaftsinformatik [WU Wien], Institut für Softwaretechnik [TU Wien], Institut für Informationssysteme und Datenbanken und Artificial Intelligence [TU Wien] und Institut für Statistik und Decision Support Systems [Uni Wien], die acht Unternehmen apc interaktive, CA-IB, commerce, Hewlett-Packard, max.mobil, Oracle, Siemens und TIScover sowie das Wirtschaftsministerium beteiligt.

Nach Angaben von EC3
haben 76,8 Prozent der österreichischen Klein- und Mittelbetriebe Zugang zum Internet. 41,3 Prozent davon realisieren den Zugang über einen einzelnen Computerarbeitsplatz. 31,5 Prozent haben Zugang über mehrere Computerarbeitsplätze. Erstaunlicherweise planen 15 Prozent der österreichischen Klein- und Mittelbetriebe keinen Internet-Zugang.
Testlabor für E-Commerce-Lösungen
Das EC3, das auch auf internationale Kooperationen zurückgreift, will Unternehmen und Universitäten vor allem bei der Anwendung von E-Commerce-Lösungen, der Aus- und Weiterbildung sowie der internen Organisation helfen.
Das Zentrum will auch als Labor neue Methoden und Implementierungen im Bereich E-Commerce und Networking basierend auf Prototypen testen.
Finanziert wird das EC3, das als Verein organisiert ist, von Unternehmen bzw. Fördergeldern des Wirtschaftsministeriums und der Gemeinde Wien.
Das Wirtschaftsministerium trägt 40 Prozent
der gesamten Projektkosten von 93 Mio. S [6,76 Mio. Euro], von der Stadt Wien kommen 20 Prozent. Das Kompetenzzentrum wurde vom Wirtschaftsministerium mit Beginn 1. Oktober vorläufig für acht Monate genehmigt, die Fortführung über vier Jahre sei sehr wahrscheinlich, hieß es heute. Erste Projekte waren von den Mitgliederfirmen bereits vor der offiziellen Genehmigung durch das Ministerium vorfinanziert worden.