Schweizer UMTS-Auktion am 6. Dezember
Die Schweiz will die Mitte November kurz vor Auktionsstart verschobene UMTS-Versteigerung nun doch durchführen.
Nach einer umfangreichen Abklärung habe die Eidgenössiche Kommunikationskommission [ComCom] das Bundesamt für Kommunikation [Bakom] beauftragt, die Auktion durchzuführen, teilte die ComCom gestern mit.
Die Auktion beginne am 6. Dezember 2000 auf Basis der Ausschreibung vom März mit einem Mindestgebot von 50 Millionen Schweizer Franken [rund 400 Mio. ATS] pro Konzession, hieß es weiter.
Im Hinblick auf die Fusion der beiden zugelassenen Bieter Sunrise und diAx ist die ComCom den Angaben zufolge zu dem Schluss gekommen, dass keine Beweise für unzulässige Absprachen vorliegen. Auch werde dadurch der wirksame Wettbewerb auf dem künftigen UMTS-Markt nicht behindert.
Sunrise und diAx hatten am 13. November unmittelbar vor dem Auktionsstart für die Lizenzen der dritten Mobilfunkgeneration ihre Fusion bekannt gegeben. Die Zahl der Bieter für die insgesamt vier zu vergebenden Lizenzen schrumpfte damit auf vier von noch neun einige Tage zuvor. Laut den Ausschreibungsbedingungen darf ein Bieter jeweils nur für eine UMTS-Lizenz bieten.

Vier Bieter für vier Lizenze
Die drei Bieter neben der von Tele Danmark kontrollierten Sunrise/diAx sind die Swisscom, Telefonica und die zu France Telecom gehörende Orange.
Swisscom hat sich im Hinblick auf eine Neulancierung der UMTS-Versteigerung rechtliche Schritte vorbehalten.
Nun spricht alles dafür, dass die Schweizer UMTS-Lizenzen relativ billig werden dürften.