Internet-Einsatz in Europa nimmt zu
Der Anteil europäischer Haushalte mit Internet-Anschluss ist nach einem Angaben der Europäischen Kommission im Laufe dieses Jahres kräftig gestiegen.
In einem heute veröffentlichten Bericht heißt es, der Prozentsatz der ans Internet angeschlossenen Haushalte sei EU-weit von 18 Prozent im März diesen Jahres auf 28 Prozent im Oktober angestiegen.
In Dänemark, Schweden und den Niederlanden werden bereits Anschlussraten von über 50 Prozent erreicht. Diese Länder übertreffen damit sogar den Vergleichswert von 40 Prozent in den USA.

Anschlusskosten deutlich gesunken
Der Anstieg wurde durch den intensivierten Wettbewerb zwischen Telekom-Unternehmen und Internet-Providern ermöglicht, wodurch die in Europa traditionell hohen Telefonkosten gesunken sind, so der Bericht. Deshalb würden sich immer mehr Europäer ins Internet begeben.
Auch Klein- und Mittelbetriebe wählen immer häufiger die Auffahrt auf den Datenhighway. Bereits 70 Prozent sind ans Internet angeschlossen, schon 40 Prozent verfügen über eine eigene Homepage.
"Diese Zahlen sind wirklich ermutigend", meint der für Informationstechnologien zuständige EU-Kommissar Erkki Liikanen.

Sicherheitsbewusstsein noch mangelhaft
Ein ausreichendes Bewusstsein für Sicherheit im Netz müsste allerdings noch geweckt werden, sagte der EU-Kommissar. Zahlreiche Hackangriffe auf kommerzielle Internet-Dienste hätten das gezeigt.
Der Bericht wird nächste Woche dem Europäischen Rat vorgelegt, der erst vergangenen Juni den Aktionsplan "e-Europe" beschlossen hatte.
Deklariertes Hauptziel von "e-Europe"
ist es, den Rückstand gegenüber den USA im Bereich
Informationstechnologien wettzumachen.
