Craigslist bekämpft illegale Sexanbieter

usa
06.11.2008

Kleinanzeigen-Site einigt sich mit US-Behörden

Der US-Internet-Kleinanzeigenanbieter Craigslist hat am Donnerstag neue Maßnahmen gegen illegale Sexanbieter angekündigt, die auf seiner Website inserieren. Das Unternehmen bietet seinen Kleinanzeigendienst auch in Österreich an.

Craigslist reagiert damit auf Hinweise von Kinderschutzorganisationen wie dem National Center for Missing and Exploited Children [NCMEC] sowie Forderungen von 40 US-Staatsanwaltschaften. Laut NCMEC nutzten Zuhälter die Dienste von Craigslist verstärkt dazu aus, ihre illegalen Angebote wie beispielsweise Sexualverkehr mit Minderjährigen zu bewerben.

Suche nach vermissten Kindern

Craigslist wird in Zukunft enger mit den Behörden zusammenarbeiten und verdächtige Anbieter auf gerichtliche Anordnung der Polizei melden. Dabei soll auch der Einsatz einer neuen Suchtechnologie helfen, die Daten vermisster Kinder aufspüren kann.

Das Unternehmen kündigte ferner an, 14 Software- und Internet-Firmen klagen zu wollen, die den illegalen Sexanbietern dabei halfen ihre Anzeigen an den bisherigen Prüfsystemen vorbeizuschleusen. Außerdem müssen die Anbieter von Sexdienstleistungen in Zukunft ihre Telefonnummer angeben und mit Kreditkarte eine Gebühr bezahlen - auf Craigslist gibt es auch Kategorien, auf denen man kostenlos Anzeigen einstellen kann.

Laut einer Mitteilung von Craigslist habe bereits der Einsatz einer neuen Telefonnummern-Prüfsoftware bei anschließender Blockade illegaler Anbieter zu einem 80-prozentigen Rückgang bei den Erotik-Kleinanzeigen geführt. Die Firma werde außerdem alle Einnahmen aus den Erotikanzeigen für wohltätige Zwecke spenden.

(AP | futurezone)