France Telecom lässt die Finanzkrise kalt

q3 2008
30.10.2008

France Telecom hat Gewinn und Umsatz gesteigert und sieht sich bisher kaum von der Wirtschaftsabkühlung beeinträchtigt.

Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen [EBITDA] legte um 0,7 Prozent auf 5,091 Milliarden Euro zu, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz kletterte um 2,3 Prozent auf 13,55 Milliarden Euro. Damit liefen die Geschäfte offenbar etwas besser als von Branchenexperten erwartet.

Prognose bekräftigt

France Telecom bekräftigte seine Geschäftsprognosen für das Gesamtjahr. Abgesehen von Spanien und einigen Schwellenländern habe die konjunkturelle Abkühlung das Geschäft bisher nicht beeinträchtigt, erklärte der Konzern.

Vorstandschef Didier Lombard rechnet damit, dass sich das Geschäft im vierten Quartal ähnlich entwickeln wird. Die solide Entwicklung des Kerngeschäfts in Frankreich solle im Umfeld des langsameren wirtschaftlichen Wachstums anhalten.

France Telecom halte außerdem an seiner Ausschüttungspolitik fest. Danach soll bei der Hauptversammlung im Februar eine Dividende von mehr als 1,30 Euro für 2008 vorgeschlagen werden. Im September hatte der Telekomkonzern bereits eine Zwischendividende von 0,60 Euro an seine Aktionäre gezahlt.

Mobilfunk wächst dank Datendiensten

Die Umsätze im Mobilfunkgeschäft seinen dank eines anhaltenden Kundenwachstums und eines scharfen Anstiegs von Datendiensten um 5,1 Prozent gestiegen, hieß es weiter. Vor allem die Zahl der Kunden, die mobile Breitbandangebote nutzen, habe deutlich zugelegt.

Das klassische Festnetzgeschäft bereitete France Telecom wie anderen Anbietern auch Probleme, der Umsatzrückgang der Sparte habe allerdings durch die starke Entwicklung im DSL-Geschäft teilweise abgefangen werden können. Im Geschäftskundensegment wuchs der Umsatz wegen sinkender Absätze von Telefonanlagen nur noch um 1,2 Prozent.

(APA | dpa | Reuters)