China kritisiert Microsoft
Der weltgrößte Software-Konzern Microsoft hat mit seinen Anti-Piraterie-Maßnahmen chinesische Behörden verärgert.
Der Vizechef der chinesichen Copyright-Behörde, Yan Xiaohong, übte scharfe Kritik an Microsofts Anti-Piraterie-Maßnahmen in China und bezeichnete die Preise für Microsoft-Software als zu hoch. Microsofts berücksichtige globale Preisunterschiede nicht. Viele Chinesen könnten sich Microsoft-Software nicht leisten.
Schwarze Bildschirme
Seit rund einer Woche werden Bildschirme von Computern, die "Windows Genuine Advantage" nicht bestehen, einmal pro Stunde schwarz. Zusätzlich erscheint ein Pop-up, das vor Piraterie warnt.
China unterstütze zwar Maßnahmen, die die Piraterie eindämmen, sagte Yan. Microsoft habe mit seiner Methode jedoch über das Ziel hinausgeschossen.
Microsoft verteidigte seine Maßnahmen wiederholt damit, dass Nutzer darauf aufmerksam gemacht werden sollten, dass sie Software ohne offizielle Nutzungserlaubnis, sprich bezahlte Lizenz, benutzen.
Beschwerde bei Wettbewerbsbehörde
Ein chinesischer Anwalt hatte wegen der Anti-Piraterie-Maßnahmen des Konzerns bereits eine Beschwerde bei der chinesischen Wettbewerbskommission gegen Microsoft eingebracht.
Der Anwalt warf dem Konzern vor, seine Marktmacht zu missbrauchen, und forderte hohe Strafzahlungen.
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(Reuters)
