Bill Gates investiert in "fliegende Spritzen"

stiftung
23.10.2008

Forschung an Moskitos als Impfstoffträger

Die Stiftung von US-Multimilliardär Bill Gates hat am Mittwoch Wissenschaftlern aus 22 Ländern für deren kühne Forschungsideen eine Finanzspritze verpasst. Darunter ist beispielsweise ein japanisches Projekt, das Moskitos als mobile Impfstoffträger einsetzen möchte.

Die Stiftung des Gründers des Software-Konzerns Microsoft und seiner Frau Melinda vergab insgesamt 104 der mit jeweils 100.000 Dollar [rund 78.000 Euro] dotierten Stipendien, mit denen "kühne und noch unerprobte Wege zur Verbesserung der Gesundheit weltweit" gegangen werden sollen.

Mit den Stipendien greifen die Gates Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und sechs Firmen bei der Forschungsarbeit unter die Arme. Darunter ist auch das Projekt der Jichi-Medizinfakultät aus Japan: Die Forscher dort wollen Moskitos als "fliegende Spritzen" einsetzen - beim Stechen sollen sie ihren Opfern gleichzeitig einen Impfstoff "einimpfen".

In den kommenden fünf Jahren will die Gates-Stiftung mit insgesamt 100 Millionen Dollar innovative Ideen aus der Forschung fördern.

(APA l AFP)