EU setzt auf elektronisches Geld

E-Geld
13.10.2008

Die EU-Kommission will die Verwendung von elektronischem Geld forcieren.

Die derzeit gültige, aus dem Jahr 2000 stammende Regelung habe die Entwicklung des E-Geldmarkts behindert und technologische Entwicklungen gebremst, teilte die Kommission am Montag mit, und solle daher überarbeitet werden.

Mit der Novelle solle das Anfangskapital für E-Geld-Unternehmen von einer Million auf 125.000 Euro herabgesetzt und so auch kleinere Firmen ermutigt werden, neu auf den Markt zu kommen.

Außerdem soll mit neuen Aufsichtsregeln sowie präziseren Bestimmungen über die Rücktauschbarkeit von elektronischem Geld den Konsumenten die Angst genommen werden.

Verzehnfachung erwartet

Die Kommission sieht im Bereich E-Geld nach wie vor hohes Wachstumspotenzial. Das Zahlungsvolumen könnte demnach von derzeit einer Mrd. Euro bis 2012 auf zehn Mrd. Euro anwachsen.

Ende 2006 gab es laut Erhebungen der Kommission EU-weit nur sechs Firmen, die sich ausschließlich mit der Ausgabe von elektronischem Geld befassten - vier davon in Großbritannien, darunter die eBay-Tochter PayPal.

E-Geld ist typischerweise auf Karten bzw. Handys ["elektronische Geldbörse"] oder auch online gespeichertes Geld.

(APA)