Internet-Revolution in Kuba
Datentausch im Untergrund
Am Sonntag hören Sie um 22.30 Uhr im Ö1-Netzkulturmagazin "matrix" folgende Beiträge:
Internet in Kuba
Jahrzehnte des US-amerikanischen Embargos und der Verlust starker Bündnispartner durch den Zusammenbruch des Ostblocks haben dazu geführt, dass Kuba in den letzten Dekaden international isoliert dastand.
Touristen waren als Devisenbringer willkommen, doch sonst wollte man vom Rest der Welt nicht viel wissen. Dazu gehörte auch eine konsequente Abschottung vom Internet und das Verbot jeglicher Handynutzung.
Diese Informations-Unterdrückung hat zum Entstehen einer Untergrundkultur mit inoffiziellen Netzzugängen, kommunaler Computernutzung und auf Flash-Datenspeichern zirkulierenden Oppositionsvideos geführt.
Jetzt beginnt sich der Staat mit dem Abdanken des Revolutionsführers Fidel Castro vorsichtig neuen Technologien zu öffnen. Die beiden Forscher Gwendolyn Floyd und Joshua Kauffman waren in den vergangenen Monaten mehrfach in Kuba, um der heimlichen Internet-Revolution des Inselstaats auf die Spur zu kommen. Janko Röttgers sprach mit ihnen im kalifornischen San Diego.
Elektronische Integration
Die Europäische Kommission hat das Jahr 2008 zum "e-inclusion"-Jahr erklärt. Anfang Dezember findet dazu auch eine EU-Ministerkonferenz in Wien statt.
Aus diesem Grund stand auch der heurige Internet Summit Austria, der am Donnerstag zum vierten Mal in Wien stattgefunden hat und von der ISPA, der Interessensvertretung der Österreichischen Internet Service Provider veranstaltet wird, unter dem Thema elektronische Integration. "Chancen nutzen! - Internet für eine integrative Informationsgesellschaft" lautete der Titel.
Sonja Bettel hat den Internet Summit in der Hofburg besucht und sich angehört, wie diese e-inclusion erreicht werden soll.
(matrix)
