Die Angst der Professoren vor dem Web
E-Learning und Space Based Computing
Am Sonntag hören Sie um 22.30 Uhr im Ö1-Netzkulturmagazin "matrix" folgende Beiträge:
Demokratie im Datenraum
In der heutigen Arbeitswelt ist es üblich, dass Menschen über räumliche Grenzen hinweg gemeinsam an einem Projekt arbeiten und dafür auf gemeinsame Daten zugreifen.
Bisher lagen diese Daten meist auf einem zentralen Server, jeder User musste sich dort einloggen und die Daten auch wieder zentral speichern. Damit kein Chaos entsteht, herrschte dabei eine strenge Hierarchie: Der "Master" hatte die Kontrolle über die Daten, die er an die "Slaves" weitergab.
Für Eva Kühn, Wissenschaftlerin für Computersprachen an der Technischen Universität Wien, passt dieses Konzept nicht mehr in die demokratische Arbeitswelt. Sie entwickelt deshalb einen Datenraum, in dem alle Maschinen gleichberechtigt sind: Space Based Computing. Sonja Bettel berichtet über die Prinzipien der neuen Zusammenarbeit und erste Anwendungsmöglichkeiten.
E-Learning und die Angst der Professoren
Vergangene Woche wurde in Wien zum achten Mal der Medida-Prix, ein mit 100.000 Euro dotierter Förderpreis für E-Learning-Projekte aus dem deutschsprachigen Raum, vergeben. E-Learning hat in der praktischen Anwendung an Universitäten momentan vor allem einen Zweck: mit der hohen Zahl an Studienanfängern trotz Budgetmangels fertig zu werden.
Das reine Unterrichten via Computer ist aber out – "Blended Learning" ist angesagt, eine Mischung aus digitalem Unterricht und Betreuung durch Lehrende. Wobei sich für "matrix"-Mitarbeiter Michael Fiedler beim Medida-Prix auch eines zeigte: Das Mitmachweb ist vielen Professoren noch sehr suspekt.
(matrix)
