Napster an Best Buy verkauft

Online-Musik
15.09.2008

Die US-Elektrohandelskette Best Buy hat den Online-Musikanbieter Napster für 121 Millionen Dollar übernommen.

Aufgrund der Barresserven des Online-Musikanbieters belaufe sich der tatsächliche Kaufpreis auf rund 54 Millionen Dollar, hieß es in einer Unternehmensaussendung vom Montag. Best Buy will mit Hilfe der Napster-Technologie seine eigene digitale Vertriebsplattform ausbauen.

Napsters Musikabodienst hat nach Angaben des Unternehmens 700.000 Kunden. Daneben bietet das Unternehmen auch MP3-Files zum kostenpflichtigen Download an. Um Napster rankten sich in den vergangenen Jahren immer wieder Verkaufsgerüchte.

Das in Los Angeles ansässige Unternehmen hat 140 Angestellte und wies im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 16,5 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 127,5 Millionen Dollar aus.

Markenname von legendärer Tauschbörse

Das kostenpflichtige Napster-Angebot hat den Markennamen von der 1998 vom Studenten Shawn Fanning gegründeten Online-Tauschbörse übernommen, die Ende des vergangenen Jahrtausends die Musikkonzerne das Fürchten lehrte.

Nach einer Kooperation mit dem Medienkonzern Bertelsmann und zahlreichen Klagen der Musikindustrie musste die Tauschbörse im Jahr 2001 ihr Service einstellen und kurz darauf Konkurs anmelden. Die Marke Napster wurde vom Software-Konzern Roxio gekauft, der seinen Online-Musikdienst Pressplay unter dem Namen Napster neu startete und sich 2004 auch selbst in Napster Inc. umbenannte.