Wenn Maschinen lesen lernen
Am Sonntag in "Matrix"
Noch ist das Netz primär eines für und von Menschen - wir verlinken manuell Seiten, verweisen auf faszinierende Inhalte oder sammeln wie ein Infoeichhörnchen Dokumente auf einer Website, um sie anderen zur Verfügung zu stellen.
Im semantischen Web sollen die Inhalte des Netzes auch für Maschinen lesbar sein. Aus dem Netz der Dokumente wird ein Netz der Daten werden, die teilweise automatisch zusammengetragen werden.
Mariann Unterluggauer berichtet von der Triple-I in Graz, wie weit diese Visionen schon gediehen sind.
Am Sonntag in "Matrix"
Die Sendung mit diesen Beiträgen hören Sie am Sonntag um 22:30 Uhr im Netzkulturmagazin "Matrix" in Radio Ö1.
Bürger als Meinungsforscher
Es ist gar nicht lange her, da war die Meinung verbreitet, dass im Internet zu einem Großteil Informationsmüll lagert und all die Blogger und sonstigen Web-2.0-Aktiven eine Unmenge an unnützen und uninteressanten Inhalten veröffentlichen.
Mittlerweile ist die Tendenz eine andere: Stichworte wie kollektive Intelligenz, Weisheit der vielen und Schwarmintelligenz wurden modern, und was heute ein innovatives Unternehmen sein will, macht sich die Weisheit der Masse via Internet mittels "Crowdsourcing" zunutze.
"Crowdfunding" wiederum versucht nicht die Intelligenz, sondern das Geld der Masse zu nutzen und sucht im "Online-Schwarm" Investoren für diverse Projekte.
Beide Konzepte finden im Vorfeld der Nationalratswahl Anwendung – mit unterschiedlichem Erfolg, wie Eva Schmidhuber berichtet.
Der Ingenieur als Künstler
Unter dem Titel "Campus" werden auf der Ars Electronica seit sechs Jahren Arbeiten von Medienkunststudierenden gezeigt. Heuer ging die Einladung ausnahmsweise nicht an eine Kunsthochschule, sondern an die allgemeine Universität Tokio, die älteste und renommierteste Universität Japans.
Vor ein paar Jahren wurde dort ein interdisziplinärer Lehrgang ins Leben gerufen, der die Verbindung von Medienkunst und Technik neu überdenken will. Junge Ingenieure arbeiten mit Medienkünstlern zusammen. Was dabei herauskommt, sind Tarnmäntel, die vom Anime "Ghost in the Shell" inspiriert sind, Roboter zum Kuscheln und eigenwillige Drehorgeln, die durch Seifenblasen immer neue Melodien erzeugen.
Die umfangreiche Schau "Hybrid Ego, towards a new Horizon of hybrid art" zeigte auf der Ars Electronica einige Ergebnisse der Zusammenarbeit von Künstlern und Ingenieuren. Anna Masoner hat sich für "Matrix" auf der Ausstellung umgeschaut.
(matrix)
