Kundin drohte Techniker mit Geiselnahme
Servicemitarbeiter entkam nur unter Vorwand
Einer verärgerten Kundin eines kanadischen Providers sind nach unzähligen erfolglosen Supportversuchen offenbar die Nerven durchgegangen: Sie drohte einem mit der Reparatur beauftragten Techniker damit, ihn als Geisel zu behalten, bis ihr Internet-Anschluss wieder funktioniere. Das berichtet "Globe an Mail".
Die Kundin hatte Probleme mit ihrer Internet-Verbindung und kontaktierte daraufhin den Support ihres Providers.
"Die ersten 20-mal war ich noch freundlich, aber ich bekam immer dieselbe Leier zu hören 'Ist das Modem angesteckt? Blinken die Lämpchen?'", so Carol Sinclair. "Und dann erklärte man mir: 'Es sollte eigentlich funktionieren. Das Problem muss an ihrem Computer liegen.'"
Die Entsendung eines Technikers sei ihr erst angeboten worden, als sie schließlich ihre Stimme verstellte und sich als Geschäftsmann ausgab, der dringend seine Internet-Verbindung benötige.
Am nächsten Tag traf der Techniker schließlich ein, und bereits der Empfang fiel vonseiten Sinclairs eher unfreundlich aus.
Doch auch der Servicetechniker an Ort und Stelle konnte nach Überprüfung aller möglichen Ursachen ihr Problem nicht lösen.
Das brachte das Fass offenbar zum Überlaufen. Nach Polizeiangaben drohte die erboste Frau dem Servicemitarbeiter damit, ihn als Geisel festzuhalten, bis ihr Internet wieder funktioniere. Sie deutete an, eine Waffe zu besitzen und dafür zu sorgen, dass er das Haus nicht verlasse.
Daraufhin flüchtete der eingeschüchterte Techniker mittels eines Vorwands aus dem Haus, er erklärte, in seinem Wagen befände sich eine CD, mit deren Hilfe er den Fehler beheben könne. Beim Auto angelangt, startete er den Motor und brauste davon.
Die Kundin hingegen bestreitet die Vorwürfe. Sie könne sich gar nicht erklären, was den Servicetechniker so erschreckt hätte, so Sinclair. Sie sei schließlich Pazifistin.
Die herbeigerufene Polizei setzte die Frau unter der Bedingung, keinen Kontakt mit den Mitarbeitern des Providers aufzunehmen, auf freien Fuß. Eine Gerichtsverhandlung steht noch aus.
