Nachruf auf Steve Jobs veröffentlicht

peinlich
30.08.2008

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat Apple-Chef Steve Jobs durch die Publikation eines 17 Seiten langen Nachrufs versehentlich für tot erklärt.

Der Gesundheitszustand des Apple-Chefs war in den letzten Monaten immer wieder Thema. Zuletzt nahm Jobs selbst dazu Stellung und wies Spekulationen über eine neue Krebserkrankung zurück.

Denn jedes Gerücht über eine mögliche lebensbedrohene Krankheit von Jobs bringt Apples Aktienkurs dramatisch ins Wanken. Der Erfolg kaum eines anderen Unternehmens ist so stark wie bei Apple mit seinem charismatischen Chef verknüpft.

Bloomberg passierte in diesem Zusammenhang nun ein peinlicher Fehler. Unabsichtlich wurde ein 17 Seiten langer Nachruf auf Jobs veröffentlicht.

Offenbar geschah das nach einer Aktualisierung des Textes. Inhaltlich ist er eindeutig als Entwurf erkennbar, er enthält unter anderem Platzhalter für die Todesumstände und offenbar nach dem Tod einzuholende Statements von Kollegen und Freunden wie Apple-Mitgründer Steve Wozniak, Oracle-CEO Larry Ellison und Microsoft-Gründer Bill Gates.

Der Nachruf wurde zwar umgehend wieder offline gestellt, die Gerüchtesite Gawker hat die Meldung jedoch zum Nachlesen archiviert.

Öffentlichkeit nimmt es gelassen

In der Apple-Gemeinde wurde die Fehlpublikation mit der nötigen Gelassenheit aufgenommen. Schließlich ist es in Nachrichtenagenturen gängige Praxis, Nachrufe auf bekannte Persönlichkeiten im Voraus bereitzuhalten.

Schon bald kursierten Listen mit Hinweisen, welche Geräte Jobs doch bitte vor seinem Tod noch auf den Markt bringen solle [z. B. Fernbedienung, Fernseher, Tablet-PC und die nächste PC-Generation] und Fotomontagen mit iPhone-Grabsteinen im Netz.