E-Mail-Plage: Arbeitnehmer wollen Regeln

deutschland
21.08.2008

E-Mail-freie Tage gefordert

E-Mails werden immer beliebter, im Geschäftsleben aber auch häufig als Plage empfunden. 37 Prozent der Berufstätigen mit dienstlichem E-Mail-Fach plädieren nach einer repräsentativen Umfrage deshalb für E-Mail-freie Tage im Job. Der deutsche Branchenverband BITKOM hatte die Studie mit 1.000 Teilnehmern bei der ARIS Umfrageforschung in Auftrag gegeben.

Demzufolge wünschen sich 54 Prozent der beruflichen E-Mail-Nutzer Orientierungshilfen vom Arbeitgeber - Regeln, welche Vorgänge per E-Mail erledigt werden sollen und welche besser per Telefon oder im persönlichen Gespräch.

Aufpassen bei Mailverteilern

Vier von zehn Berufstätigen [42 Prozent] haben mindestens eine dienstliche E-Mail-Adresse. Jeder zweite davon [50 Prozent] bekommt mehr als fünf dienstliche E-Mails am Tag. BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer sagte dazu: "Die E-Mail hat ihre Stärke dort, wo sie wichtige Informationen schneller und leichter zugänglich macht. Doch nicht immer ist sie der Königsweg. Zu viele und zu belanglose Nachrichten lenken vom Wesentlichen ab."

Der Verband empfiehlt vor allem, Kopien von E-Mails nur an Empfänger zu senden, die die Informationen wirklich benötigen.

(dpa)