Des St. Stephanus Jobs Vision v. der Höll

16.08.2008

Hoffart, Wahn und Narretey - neben iPhone und Bluescreen die ständigen Begleiter des IT-Erdenpilgers. Da kommt die garantiert echt gefälschte Niederschrift einer Predigt des gefürchteten Barockprogrammierers Abraham a Sancta Clara gerade recht.

Ei Ihr Narren! Ihr Klickesel und Download-Schäfchen! Ihr wunden Umherstreifer auf den digitalen Feldern des Herrn. Seht Ihr denn die triefenden Zeichen nicht, wie sie geschrieben sind an die Clipboards der letzten Sünder? Tuet jetzt Buße und installieret neu, das Ende ist nah, es wird ein grausiger Kaltstart sein. Voller unaussprechlicher System-Errors. Schwefelgeruch wird aus den Laufwerken dringen. Und kaum einer wird sich durch den Shortcut aus der Firewall des Herrn retten können.

Sehet:

Die 66 teuflischen Männer sind gekommen in das Entwicklungslabor der Güte, um zu löschen Satans Untat und zu erhalten das nächste Update. Aber es wird Euren überhitzten und leergesogenen iPhones nichts helfen. Sie schmoren an ihren Adaptern und sind unrettbar verloren.

Verstummen werden nun immer wieder die Zeichen unserer Brüder und Schwestern, denn sie sind vom Bösen nicht geduldet. Es hat sich verschworen und wird als Feueradler der Yahoos [wischt sich den Schweiss von der Stirn] siebenmal aufstehen und die Verdammten in Cupertino und anderen Stätten rund um die Engelsstadt herum in Schutt und Asche legen.

Auf dass niemand mehr Zeugnis ablege von vom dereinst kommenden Kaufe durch Microsoft. Dochdoch, der wird kommen, ich sag es Euch. Irgendwann. Sprecht den Namen "Yahoo" mit Schaudern drei mal drei mal zehn mal hundertmal von hinten nach vorne, und der Leibhaftige wird vor Euch erscheinen. Denn ihre Zeichen sind längst in den toastbaren Käse geschrieben. Es könnte kaum noch schlimmer kommen, aber das tut es. Ach. Wehe!

Es malträtieren die apokalytischen Schwimmer längst ihre feisten Leiber mit unsichtbaren Monstranzen von Satanas, ertrotzen sich so alles Gold und Silber und stählen ihre Rosse, die nur Träumer und Schlaftrunkene als Frauenschwimmen durchgehen lassen.

Und wir im untersten Gedärm der Welt liegen im Unrat von neuartigem Phishing, werden danach zurück geworfen werden in die Zeit vor dem erscheinen des ersten Teufelszeugs aus Seattle, als Technik noch funktionierte, dafür aber sehr sehr schlecht aussah [spricht zu sich auf der Kanzel] ... gut, warum eigentlich nicht, kein Patchday mehr, und keine komischen Systemmeldungen, mehr Geld für Urlaub statt für Updates ... [wieder zum Volke]. So gesehen ist das mit dem Weltuntergang gar nicht so schlimm. Entspannt Euch! Amen! Alt+F4!

(Harald Taglinger)