U-Bo[o]t erforscht Untersee-Vulkane
Mit Hilfe eines neuen Roboter-U-Bootes werden britische Wissenschaftler die tiefstgelegenen Untersee-Vulkane der Welt im Kaimangraben untersuchen.
Mit bis zu 6.000 Meter Tauchtiefe ist der neue "Autosub6000" nach Angaben des National Oceanographic Centre in Southampton [NOCS] das leistungsfähigste autonome Wasserfahrzeug [AUV] der Welt. Das berichtet BBC News.
Das Robotertauchfahrzeug ist 5,5 Meter lang und 2.800 Kilogramm schwer. Zur Energieversorgung setzt es auf spezielle Lithium-Polymer-Batterien.
Derzeit ist "Autosub6000" vor Portugal im Einsatz. Doch im karibischen Kaimangraben zwischen Jamaika und den Kaimaninseln wird es demnächst Untersee-Vulkane erkunden.
Im Bereich hydrothermaler Spalten, wo es Temperaturen von über 500 Grad Celsius geben könnte, wird nach ungewöhnlichen Lebensformen gesucht.
~ Link: "Autosub6000"-Spezifikation [pdf] (ftp://ftp.noc.soton.ac.uk/pub/autosub/Autosub6000/Asub6kSpecV2.pdf) ~
Das Navigationssystem des Roboters, der unter Wasser exakt navigieren soll, setzt auf ein leistungsfähiges GPS-Modul als ersten Anhaltspunkt. Die Satelliten-Navigation kann allerdings bei Tauchfahrten keine Position mehr liefern. Das U-Boot hat zusätzlich auch die Möglichkeit zur Positionsbestimmung per USBL-System [Ultra-Short Baseline], das mit der Schallausbreitung im Wasser arbeitet.
Auch eine Kombination von Trägheitsnavigation und Strömungsmessung kommt zum Einsatz. Damit, so das NOCS, kann die Position auf 0,1 Prozent der seit der letzten exakten Positionsbestimmung zurückgelegten Strecke ermittelt werden.
(pte.at)
