Betrug mit nicht existenten Tickets

Olympia
04.08.2008

Website prellte Hunderte Sportbegeisterte

Online-Betrüger haben in den USA, Australien und anderen Ländern mit dem Verkauf nicht existenter Olympiatickets Hunderte von Menschen um hohe Summen geprellt.

Wie die "Los Angeles Times" berichtete, wollen das Internationale Olympische Komitee [IOC] und das Nationale Olympische Komitee der USA [USOC] die Website Beijingticketing.com per Gerichtsbeschluss schließen lassen.

Die Firma verkaufte Eintrittskarten - zum Teil für Beträge von mehr als 10.000 Dollar[rund 6.400 Euro]. Die Käufer hörten anschließend nichts mehr von der Firma. Es handle sich um "nackten Betrug", zitierte die Zeitung Rana Dershowitz vom USOC.

Wer hinter dem Fall steckt, ist bisher unbekannt. In Peking betonte das Organisationskomitee BOCOG, man wisse nichts Konkretes.

Weblogs erlaubt

Erstmals dürfen die Olympiasportler bei diesen Spielen ein auf der Website geführtes einsehbares Tagebuch oder Journal veröffentlichen.

Nur offizielle Kanäle nutzen

"Wir haben die Leute immer aufgerufen, Tickets über die regulären Kanäle zu kaufen", sagte BOCOG-Sprecher Sun Weide in Peking. "Wir sind gegen Ticketverkauf auf dem Schwarzmarkt." Nach Berichten englischsprachiger Medien fanden die Betrüger ihre Kunden in den USA, Australien, Neuseeland, Großbritannien und Belgien.

Das IOC und seine Mitgliedsverbände haben in jedem Land einen offiziellen Verkaufsagenten bestellt. Die Zulassung der Organisatoren für den Online-Kartenverkauf hat nur die chinesische Seite Tickets.beijing2008.cn.

(dpa)