Gerling: Staatsanwaltschaft prüft Ermittlung
Überwachung von Verbindungsdaten
Die Kölner Staatsanwaltschaft prüft, ob sie Ermittlungen gegen den Versicherungskonzern Gerling wegen des Ausspionierens von Mitarbeitern einleitet. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagte am Dienstag Oberstaatsanwalt Günther Feld.
Aussagekräftige Verbindungsdaten
Der heutige Mutterkonzern von Gerling, Talanx, hatte am Montag bestätigt, dass Gerling im Jahr 2004 über einen Zeitraum von zehn Tagen Verbindungsdaten dienstlicher Telefone und E-Mail-Accounts mehrerer Mitarbeiter ausgewertet hatte.
Dabei sei es nicht um die Inhalte der Anrufe und Mails gegangen, sondern nur um Nummern und Adressen, teilte Talanx mit. Konzernchef Herbert K. Haas bewertete das Vorgehen als "juristisch zulässig", distanzierte sich aber davon. Talanx halte solche Ausforschungen "für kein geeignetes Mittel".
(dpa)
