Starke Nachfrage nach .me-Domains

help.me
23.07.2008

Zwei Tage nach dem allgemeinen Start der montenegrinischen Länderdomain .me sind bereits 50.000 Adressen registriert worden.

Die Hälfte davon sicherten sich US-Amerikaner, elf Prozent wanderten in britische Hände und neun Prozent in deutsche, so der Registry-Betreiber Afilias, Partner der .ME-Registry, in einer Aussendung.

Love.me wird versteigert

Über 2.600 besonders begehrte Adressen wie help.me, love.me oder adopt.me wurden noch nicht vergeben. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt versteigert, berichtete heise.de.

Der Registrierungsprozess für .me-Domains hatte schon vor zwei Monaten begonnen. In einer "Sunrise"-Phase im Mai wurden die Domains an Markeninhaber vergeben, im Juni startete die "Land-Rush"-Periode, in der jeder einen Antrag stellen konnte. Während dieser Phasen wurden insgesamt 30.000 Domains vergeben. Am 17. Juli begann schließlich der offene Registrierungsprozess nach dem Prinzip "wer zuerst kommt, wird zuerst bedient".

Jugoslawien-Domain .yu läuft aus

Montenegro bekam 2006, wenige Monate nach seiner Unabhängigkeitserklärung, die Top-Level-Domain .me zugeteilt.

2007 beschloss die Internetverwaltungsbehörde ICANN, dass die Domains des ehemaligen Jugoslawiens, .yu, bis 2009 auf die Domains .rs für Serbien beziehungsweise .me für Montenegro umgestellt werden sollen. Die Domain.yu soll nur noch bis 30. September 2009 verwendet werden.

Schon bald wird es auch Adressräume wie .graz, .berlin und .verlag geben. Der ICANN-Vorstand hat sich im Juni einstimmig für die Annahme des neuen Prozesses zur Schaffung von generischen Top-Level-Domains [gTLDs] ausgesprochen. Bereits im Frühjahr 2009 sollen sich Interessenten für die neuen Adressen bewerben können.

(APA)