MySpace unterstützt OpenID
Die Social-Networking-Site MySpace will künftig das Identitätsmanagementsystem OpenID unterstützen.
MySpace-Nutzer sollen sich mit ihren Nutzderdaten auch auf ausgewählten anderen Seiten einloggen können, ohne sich dort erneut registrieren zu müssen, teilte MySpace am Dienstag mit.
OpenID will es Nutzern personalisierter Web-Angebote und anderer Systeme im Netz ermöglichen, bei einem Dienstleister ein zentrales Profil anzulegen, mit dem ihnen auch andere Websites offenstehen. Statt einer Vielzahl von User-Namen soll ein einziger für viele Websites gelten.
Nicht grenzenlos
Auch Google, Yahoo, IBM und Microsoft experimentieren mit dem offenen Standard. Ganz grenzenlos ist der Zugang zu Online-Diensten für OpenID-Nutzer jedoch nicht.
Wie andere große Anbieter auch, will MySpace zwar als Identitäts-Anbieter fungieren und "offene Identitäten" verwalten. Nutzer anderer Dienste, die den offenen Standard auch unterstützen, werden jedoch nicht automatisch akzeptiert. So müssen sich Yahoo-User auch weiterhin auf MySpace registrieren und vice versa.
Das MySpace-Bekenntnis zu mehr Offenheit kam nach Meinung von Branchenbeobachtern nicht grundlos am Dienstag. Einen Tag später beginnt die Developer-Konferenz des Konkurrenten Facebook. Auch dort werden Interoperabilität und Offenheit zentrale Themen sein.
Social-Networking-Anwendungen wie Weblogs, Xing und MySpace wecken das Bedürfnis nach einer klar erkennbaren Identität im Netz. Anbieter von Identitätsmanagementsystemen kommen dem entgegen. ORF.at sprach im vergangenen September auf der Ars Electronica mit dem Politikwissenschaftler Ralf Bendrath über Gefahren und Möglichkeiten solcher Systeme.
