Handystörsender für Gefängnis gefordert

deutschland
20.07.2008

Aktuelle Kontrollen reichen nicht aus

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter [BDK] hat sich für den Einsatz von Störsendern in Haftanstalten eingesetzt, um den dortigen Handymissbrauch einzudämmen.

Es sei bekannt, dass mit Handys Verbrechen organisiert werden, teilte der BDK Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag in Schwerin mit. So würden Drogen gehandelt, Zeugen oder Mittäter außerhalb der Gefängnismauern beeinflusst, illegale Geldflüsse koordiniert und der Schmuggel von Alkohol und Waffen besprochen.

Das aktuelle Kontrollsystem sei nicht geeignet, das Einschmuggeln von Handys zu unterbinden. Der BDK unterstütze damit einen Vorstoß der deutschen Justizministerin Uta-Maria Kuder [CDU].

(dpa)