Games Convention will Ableger gründen
Spielemessen in Kanada und Brasilien
Die Leipziger Messe will ihre Computerspielemesse Games Convention [GC] künftig verstärkt im Ausland etablieren. In der neu geschaffenen Funktion des Direktors für Strategie werde Frank Sliwka für den globalen Ausbau der Messen und Konferenzen unter der Marke GC zuständig sein, teilte die Messe am Mittwoch mit.
Sliwka gehörte zum Gründungsteam der GC und war später externer Berater. Außerdem erarbeitete er das Konzept für die Entwicklerkonferenz GCDC. Nach dem Weggang der größten europäischen Computerspielemesse von Leipzig nach Köln ist die Leipziger Messe auf der Suche nach neuen Konzepten, um die Marke GC auf dem Markt zu halten.
Abschied von Leipzig
Die GC findet vom 21. bis 24. August voraussichtlich zum letzten Mal in der bisherigen Form in Leipzig statt. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware [BIU] als Vertreter der Spieleindustrie hat sich aus Leipzig zurückgezogen und veranstaltet vom kommenden Jahr an eine Computerspielemesse unter dem Titel Games Com in Köln.
Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" könnten Ableger der GC in Moskau, im kanadischen Vancouver und im brasilianischen Sao Paulo veranstaltet werden. Außerdem werde eine Verstärkung der GC Asia erwogen, die seit 2007 in Singapur stattfindet. Die Messe wollte sich zu möglichen Standorten im Ausland und zum Zeitplan noch nicht äußern.
Im vorigen Jahr hatte die GC 85.000 Besucher. In diesem Jahr werden 200.000 erwartet.
Bis Donnerstag findet in Los Angeles die Spielemesse E3 statt.
(dpa)
