G&D: Großauftrag für Gesundheitskarte

deutschland
16.07.2008

Zehn Millionen E-Cards

Der Münchner Banknoten- und Sicherheitstechnikhersteller Giesecke & Devrient [G&D] hat einen Großauftrag zur Produktion der elektronischen Gesundheitskarte erhalten. Die Kaufmännische Krankenkasse [KKH] und 28 weitere Betriebskrankenkassen hätten zehn Millionen Karten bestellt, teilte G&D am Mittwoch mit. Zum Lieferumfang gehörten die optische und elektronische Personalisierung der Chipkarte mit den Daten des Versicherten und der Krankenkasse. G&D versende die fertige Karte auch selbst an die Mitglieder. Damit soll im Jänner begonnen werden. Über das Auftragsvolumen machte das Unternehmen keine Angaben.

Bereit für E-Signatur

Auf den mit einem Foto des Versicherten versehenen Karten sollen neben dem Namen, Geburtsdatum, Adresse und Krankenkasse auch dessen Versicherungs- und Zuzahlungsstatus gespeichert sein. Rezepte könnten elektronisch gespeichert werden, hieß es. Die Karten seien auch für eine elektronische Unterschrift des Besitzers vorbereitet.

G&D liefert nach eigenen Angaben jede vierte der aus Datenschutzgründen umstrittenen Gesundheitskarten sowie das Hintergrundsystem CAMS, das alle Funktionen von 70 Prozent der Versichertenkarten steuern wird. Das Prestigeprojekt, das sich mehrfach verzögert hatte, wird von der Berliner Gematik gesteuert. Neben G&D ist auch Siemens daran beteiligt. Infineon

hat sich um die Lieferung der Chips beworben.

(Reuters)