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Aktivitätslogbuch am Handgelenk

14.07.2008

Pulsmesser sind bisher hauptsächlich im sportlichen Bereich zu finden. In Japan geht der Trend jetzt zur alltäglichen Gesundheitsüberwachung für jedermann. "Life Recorder" messen rund um die Uhr die Aktivitäten des Trägers.

Neben Puls und Hauttemperatur zeichnen die armbanduhrähnlichen Geräte, die um das Handgelenk getragen werden, auch auf, wie viel Bewegung bei welchem Anstrengungsniveau absolviert wurde.

Je nach Hersteller sind verschiedenste Sensortypen wie ein- bzw. dreiachsige Beschleunigungssensoren verbaut. Luftdrucksensoren messen des Weiteren vertikale Bewegungen wie das Stiegensteigen.

Die Daten werden in einem internen Speicher festgehalten und können anschließend drahtlos auf den Computer übertragen werden.

Schrittzähler und Kalorienverbrauch

Spezielle Software-Anwendungen errechnen aus den gesammelten Daten weitere Informationen wie etwa, wie viele Schritte gegangen, wie viele Kalorien verbraucht und wie lange geschlafen wurde.

Um einen schnellen Vergleich zwischen den verschiedenen Tagen ziehen zu können, werden die Informationen grafisch dargestellt.

Zwischen 60 und 240 Euro

Die Life-Recorder messen durchschnittlich um die 75 mal 40 mal 25 Millimeter und wiegen 35 bis 70 Gramm.

Preislich liegen die Geräte bei 60 bis 240 Euro, Hersteller sind Suzuken, Omron, Matsushita und Nipro. Auch weitere Hersteller wie Tanita und Toshiba haben ihren Einstieg in den wachsenden Markt der biometrischen Gesundheitsüberwacher angekündigt.

Integration in Pflaster und Handy

In Zukunft sollen die Life-Recorder mit noch mehr und genaueren Sensoren bestückt werden sowie noch leichter auszuwerten sein. Mini-Varianten, die wie ein Pflaster getragen werden, sind ebenfalls in Entwicklung.

Auch die Integration in das Mobiltelefon steht kurz bevor. Der japanische Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo hat bereits Ende 2007 den Prototyp eines "Wellness-Handys" vorgestellt. Das Gerät integriert neben den standardmäßigen Funktionen wie Kalorienzähler und Schrittmesser auch ein Körperfettmessgerät. Es soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Weiters ist das Handy mit einer Atemmessung ausgestattet, die nach kräftigem Blasen darüber aufklärt, ob man unter Mundgeruch leidet.

(Nikkei Electronics Asia)