Klage wegen Wahlstimmen-Auktion

eBAy
05.07.2008

Einem US-Studenten drohen bis zu fünf Jahre Haft

In den USA droht einem College-Studenten wegen einer eBay-Auktion eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. Max P. Sanders wurde in Minnesota angeklagt, weil er seine Wahlstimme auf der Online-Auktionsplattform verkaufen wollte. Der Mindestpreis für die Wahl des Lieblingskandidaten des Meistbietenden waren zehn Dollar.

Konkret wurde der Student wegen Betrugs und Kontaktanbahnung unter einem Gesetz von 1893 angeklagt, welches es strafbar macht, eine Wahlstimme zu kaufen oder zu verkaufen.

Nur ein Scherz

Dem Vernehmen nach soll ein Minister aus dem Staat Minnesota auf das Angebot aufmerksam geworden sein und die Behörden verständigt haben. Diese schickten dann einen Bescheid an eBay und kamen so an die Kontaktdaten des Studenten. Sanders beruft sich nun darauf, nur einen Scherz gemacht zu haben.

Die Behörden finden das dennoch gar nicht lustig: "Wir nehmen das sehr ernst. Es gibt Leute, die für dieses Land und unser Recht zu wählen gestorben sind", so ein Sprecher. Sanders' Anwalt wollte den Fall nicht kommentieren. Seinem Mandanten drohen bis zu fünf Jahre Haft und eine Strafe in der Höhe von 10.000 Dollar.

(AP)