Alte Firmenrechner für Mitarbeiter

frankreich
24.06.2008

Staat garantiert Steuerfreiheit

Sieben französische Großunternehmen wie die Bahn und der Atomkonzern Areva verschenken ausgemusterte Computer künftig an ihre Mitarbeiter. Wenn die Masse der französischen Firmen sich diesem Beispiel anschließe, könne Frankreich teilweise den Rückstand aufholen, den es im europäischen Vergleich habe, sagte Staatssekretär Eric Besson am Dienstag in Paris.

Frankreich im Rückstand

Während nämlich in Deutschland schon 70 Prozent der Haushalte einen Computer hätten und in Finnland sogar 80 Prozent, komme Frankreich gerade einmal auf 55 Prozent. Zugleich würden in Frankreich jährlich zweieinhalb Millionen alte Computer ausgemustert, von denen die Hälfte noch funktioniere, sagte der Staatssekretär.

Wenn die Unternehmen diese Rechner an ihre Mitarbeiter verschenkten, könne die Computerrate in den Haushalten binnen eines Jahres um fünf und binnen zwei Jahren um zehn Prozentpunkte steigen, so Besson: "Das ist doch beachtlich." Großkonzerne wie die Staatsbahn SNCF, Areva, die französische Post und die Handelskette Casino verpflichteten sich am Dienstag schriftlich, die ausgemusterten Computer abzugeben - vorzugsweise an nicht Angestellte unterhalb der Führungsebene, die zwar Kinder, aber bisher keinen Rechner zu Hause hätten. Nach einem seit Dezember geltenden Gesetz fallen für derlei Geschenke keine Steuern oder andere Abgaben an, wie Besson betonte.

(AFP)