Toshiba-Notebooks mit Cell-Prozessoren
Toshiba will im Juli die ersten Notebooks mit Cell-Koprozessor auf den japanischen Markt bringen.
Der japanische Konzern hat am Montag in Tokio die Verfügbarkeit seiner ersten Rechner mit eingebauten Cell-Prozessoren angekündigt. Der Cell-Prozessor treibt auch Sonys PlayStation 3 [PS3] an. Die Rechner sollen in Japan im Juli auf den Markt kommen.
Toshiba möchte die Computer auch in anderen Ländern verkaufen, hat aber den Vertriebsstart für die USA und Europa noch nicht angekündigt.
Während das Betriebssystem [Vista Home Premium] der Notebooks vom Typ Qosmio G50 und Qosmio F40 auf herkömmlichen Core2Duo-Prozessoren von Intel läuft, können die Rechner bei komplexen Videobearbeitungsaufgaben auf die eingebauten Vierkern-Cell-Prozessoren zurückgreifen, die Toshiba auf den Namen SpursEngine getauft hat.
Als Grafikkarte ist die NVIDIA GeForce 9600 GT verbaut. Das G50 verfügt über einen verspiegelten LCD-Bildschirm im Format 16:9 bei einer Bilddiagonale von 18,4 Zoll und einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, User des F40 müssen mit 15,4 Zoll und 1.280 x 800 Pixeln auskommen. Ab Fabrik kommen beide Notebooks mit zwei GB RAM und können insgesamt bis zu vier GB RAM aufnehmen.
Schnelle Videobearbeitung
Laut Toshiba sollen die Notebooks mit eingeschalteter SpursEngine in Zusammenarbeit mit dem mitgelieferten DVD Movie Writer von Ulead HD-Videoinhalte zehnmal schneller transkodieren können als der herkömmliche Intel-Prozessor. Die gesamte Produktionszeit bis zur fertigen DVD werde mit dem neuen Koprozessor halbiert, so Toshiba. Die SpursEngine ermögliche auch, dass die Notebooks herkömmliche DVD-Inhalte in Echtzeit für HD-Ausgabegeräte aufbereiten könnten.
Die Geräte verfügen über HDMI-Anschlüsse und zwei Tuner fürs terrestrische digitale Fernsehen, damit der User gleichzeitig TV-Inhalte aufzeichnen und betrachten kann. Auch über ein Firewire/iLink-Interface und über einen eSATA-Anschluss verfügen die Geräte. WLAN funkt mit 802.11/n-Geschwindigkeit [draft 2.0]. Die G-Maschinen haben zwei 250-GB-SATA-Festplatten eingebaut, das kleinere F-Modell nur eine.
Gesichtserkennungssoftware
Die Akkulaufzeit gibt Toshiba bei den gut fünf Kilo schweren Geräten der G-Serie mit vier Stunden an, die Maschinen der 3,6 Kilo schweren F-Serie sollen nur 1,8 Stunden lang laufen können.
Als Software-Dreingabe liegt noch Microsoft Office Personal 2007 auf der Platte. Auch eine für die SpursEngine optimierte Spezialsoftware ist inkludiert, die automatisch Gesichter in Videos erkennen kann und daraus einen Zugriffsindex generiert. Das G50 hat noch eine Software an Bord, die via Webcam Gesten des Benutzers erkennt und ihm dadurch ermöglicht, den Videoplayer über Handbewegungen zu steuern.
Die Preise für die neuen Notebooks hat Toshiba noch nicht offiziell bekanntgegeben. Laut einer Mitteilung des US-Fachnachrichtendiensts IDG wird das G50 in Japan umgerechnet rund 1.700 Euro kosten, das F50 umgerechnet rund 1.500 Euro.
