Hybridbatterien von Samsung und Bosch

sparsam
16.06.2008

Der deutsche Bosch-Konzern und das südkoreanische Samsung SDI wollen gemeinsam Batterien für umweltfreundliche Hybridfahrzeuge herstellen.

Bosch teilte am Montag in Stuttgart mit, das Gemeinschaftsunternehmen SB LiMotive zur Entwicklung, Fertigung und zum Vertrieb von Lithium-Ionen-Batteriesystemen solle im September starten.

Der Hauptsitz wird demnach im Südkorea sein. Beide Konzerne seien zu je 50 Prozent an dem Joint Venture beteiligt.

500 Mio. Dollar Investition

Nach Angaben von Samsung SDI soll die Batteriefertigung 2010 beginnen. Ein Sprecher sagte, das Joint Venture gehe mit einem Kapital von 20 Mio. Dollar [13,04 Mio. Euro] an den Start, binnen vier bis fünf Jahren sollten rund 500 Mio. Dollar investiert werden.

Der Markt für Hybridfahrzeuge werde sich angesichts steigender Öl- und Kraftstoffpreise und schärferer Umweltauflagen in der Zukunft rasant entwickeln.

Samsung SDI, ein Teil der Samsung-Gruppe, produziert bisher vor allem Batterien für Computer und andere elektronische Geräte. Bosch ist ein Weltmarktführer bei Fahrzeugteilen.

Toyota als Hybridpionier

Jüngst hatte auch der japanische Autohersteller Toyota angekündigt, zusammen mit dem Elektronikkonzern Matsushita Lithium-Ionen-Batterien für Hybridautos zu bauen, hier soll die Serienfertigung ebenfalls 2010 beginnen.

Bei Hybridfahrzeugen wird ein Benzinmotor zugeschaltet, wenn die Autos weit oder schnell fahren sollen. Toyota ist Pionier bei der Produktion von Hybridfahrzeugen mit kombiniertem Elektro- und Benzinmotor. Seit der Einführung in Japan 1997 verkaufte das Unternehmen mehr als eine Million Fahrzeuge des Modells Prius.

Elektromotoren werden sportlich

Autos im Ökoschick stehen derzeit hoch im Kurs. Doch das lautlose Motorengeräusch schreckt Freunde röhrender Sportbenziner ab. Im viertürigen Sportcoupe des dänischen Autoherstellers Henry Fisker sorgen Lautsprecher für Formel-1-Sound.

(AFP | APA)