Orange will mit Musikabo punkten
Die One-Mutter Orange macht in Frankreich mit einem Musikabodienst von sich reden, bei dem Nutzer heruntergeladene Songs auch nach Ablauf des Abos nutzen können.
Der am Donnerstag gestartete Dienst "Musique Max" stellt rund eine Million Titel aus den Katalogen der vier großen Musikkonzerne [Universal Music, Warner Music, Sony BMG, EMI] sowie ausgewählter unabhängiger Labels zum Download auf PC und Handy bereit, teilte Orange in einer Aussendung mit.
Die monatliche Gebühr für "Musique Max" beträgt zwölf Euro. Kunden ausgewählter Breitband- und Mobilfunkangebote von Orange sollen den Dienst zwei Monate lang kostenlos nutzen können.
Songs kopiergeschützt
Anders als bei handelsüblichen Abodiensten können die Songs jedoch auch nach dem Auslaufen des Abos weiter genutzt werden. Das Abo hat jedoch auch einen Schönheitsfehler: Die Songs sind kopiergeschützt und können nicht auf CD gebrannt werden.
Daneben gibt es ein "Fair Use"-Limit, das jedoch mit 500 Downloads pro Monat eher großzügig bemessen ist.
In Österreich vorerst nicht geplant
In Österreich plane man ein solches Angebot kurzfristig nicht, sagte ein Sprecher der Orange-Tochter One zu ORF.at. Mittel- und langfristig wollte er ein vergleichbares Angebot aber nicht ausschließen.
Abodienste fristen Schattendasein
Die Musikkonzerne wollen mit Aboangeboten Umsatzrückgänge wettmachen. Bisher blieben die Dienste jedoch weit hinter den Erwartungen zurück. In Europa machten bisher lediglich 0,1 Prozent der Internet-Nutzer von einem Musikabodienst Gebrauch.
Deshalb ist man zu Konzessionen bei den Nutzungsrechten bereit. Angedacht ist auch, dass Internet- und Hardware-Anbieter die Kosten für die Musik übernehmen.
So bietet etwa der größte dänische Internet- und Mobilfunkanbieter TDC seinen Kunden kostenlose Musik zum Netzzugang. Auch der Mobiltelefonhersteller Nokia bastelt an einem Dienst, der Käufer von Nokia-Handys für einen begrenzten Zeitraum Zugriff auf ein breites Repertoire an Musik gewährt.
