France Telecom bei TeliaSonera vorsichtig
Gebot wird vorerst nicht erhöht
Der französische Telekomkonzern France Telecom [FT] will sein Milliardengebot für den nordischen Konkurrenten TeliaSonera vorerst nicht erhöhen.
Zugleich schloss FT-Finanzchef Gervais Pellisier in einem Interview mit der Sonntagszeitung "Journal du Dimanche" einen Rückzug der Offerte nicht aus. Erforderlich wäre dies, sollten Aktionäre und Management von TeliaSonera das Angebot von rund 30 Milliarden Euro nicht akzeptieren.
Ein weiterer Grund für einen Rückzug von der Übernahme wäre, wenn sich die Talfahrt der France-Telecom-Aktie fortsetzen würde, so Pellisier. "Das würde die Transaktion erschweren."
Die Aktie der France Telecom hat rund zehn Prozent verloren, seit der Konzern seine Pläne für eine Übernahme von TeliaSonera am vergangenen Donnerstag öffentlich gemacht hatte.
FT: Keine Aufspaltung
FT-Chef Didier Lombard hatte gegenüber der Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" vom Samstag erklärt, den schwedisch-finnischen Konzern im Falle einer Übernahme nicht aufspalten zu wollen: "Ich habe vor, den ersten wirklich gesamteuropäischen Telekomanbieter zu schaffen."
TeliaSonera lehnte das Angebot in einer ersten Reaktion als ungenügend ab. Mehr als 50 Prozent des Unternehmens gehören dem schwedischen und finnischen Staat.
(APA | Reuters)
