Auch mobilkom mit Handy-TV zur EM

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03.06.2008

Die mobilkom steht kurz vor dem Beitritt zum österreichischen DVB-H-Konsortium und will ebenso wie One und "3" zur Fußball-EM mit einem Handy-TV-Angebot starten.

Unmittelbar vor dem Beginn der Euro 2008 scheinen sich die Wogen um das neue Handyfernsehen via DVB-H geglättet zu haben: Aus gut informierten Kreisen heißt es, der Marktführer mobilkom werde dem Konsortium der Firmen Media Broadcast, One und "3" beitreten. Ein entsprechender Vertrag soll am Donnerstag unterschrieben werden. Die Inbetriebnahme von DVB-H soll offiziell am Freitag stattfinden.

"Einige offene Punkte"

Ein mobilkom-Sprecher sagte gegenüber ORF.at, dass die Verhandlungen gut vorangingen, es gebe jedoch auch noch einige offene Punkte. Ziel sei es, noch diese Woche zu einer Einigung zu kommen, so der Unternehmenssprecher.

Die Media Broadcast hatte von der Medienbehörde KommAustria den Zuschlag für den Betrieb der Plattform Mux D bekommen. Das Konsortium hatte sich seit längerem um "eine möglichst breite Basis" bei der Zusammenarbeit in Sachen DVB-H bemüht und versucht, die mobilkom an Bord zu holen. Die hatte sich den Einstieg bis zuletzt offengelassen und betont, das Angebot müsse wirtschaftlich interessant sein.

Start vor der EM angepeilt

Dem Vernehmen will die mobilkom noch in dieser Woche mit einem "Vollsortiment" für mobiles Fernsehen starten. Das soll sowohl das Internet-Streaming beinhalten als auch Handyfernsehen via DVB-H.

Zusätzlich bietet die Telekom-Austria-Tochter ein USB-Modem für Notebooks an, das terrestrisches digitales Fernsehen [DVB-T] unterstützt. Damit können die Programme ORF1, ORF2 und ATV sowie Puls 4, 3sat und ORF Sport Plus empfangen werden.

Die Mobilfunkanbieter One und "3" haben in der vergangenen Woche ihre Handy-TV-Angebote präsentiert. Zum Start der Fußball-Europameisterschaft ist Mobile TV an den vier österreichischen Euro-Austragungsstätten Wien, Klagenfurt, Innsbruck und Salzburg verfügbar. Bis Jahresende sollen alle Landeshauptstädte mit Umgebung erschlossen sein.

Beim zweitgrößten österreichischen Mobilfunkanbieter T-Mobile Austria setzt man zum EM-Start auschließlich auf DVB-T. Vergangene Woche wurde das LG HB260T ins Portfolio aufgenommen, das digitales Antennenfernsehen auf dem Mobiltelefon ermöglicht.

(futurezone | APA)