OECD mahnt zu mehr Sicherheit im Netz
In ihrer neuesten Studie zum Thema Cybercrime warnt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung [OECD] vor durch Malware und Spyware verursachten Gefahren im Internet.
Über die letzten 20 Jahre habe sich Malware von gelegentlichen Exploits zu einer globalen Millionen-Dollar-Industrie mit kriminellem Hintergrund entwickelt.
"Cyberkriminelle verdienen immer mehr Geld und haben daher die finanzielle Macht, immer größere Zerstörungsmaschinen zu bauen", heißt es in der Studie "Malware - eine Sicherheitsbedrohung für die Internet-Wirtschaft".
Die Zahl der Spam-E-Mails hat sich in den vergangenen zwölf Monaten verdoppelt. Laut einem Virenspezialisten sind bereits 90 Prozent aller E-Mails Spam. Das Geschäft mit den unerwünschten Werbemitteilungen brummt.
Kompromittierte Systeme
Vor allem in den letzten fünf Jahren habe es einen starken Anstieg der kriminellen Aktivitäten gegeben - immer mehr Systeme würden angegriffen, um Informationen, Geld und Identitäten zu stehlen.
Bedroht seien dadurch alle Internet-Nutzer, von Unternehmen über Regierungen bis zu Privatpersonen. Deshalb sind laut OECD internationale Kooperationen nötig, um das Problem in den Griff zu bekommen.
Immerhin schätzen Studien, dass rund 80 Prozent der Web-basierten Schadprogramme über "unschuldige, aber kompromittierte" Websites verbreitet werden. Laut OECD-Bericht haben rund 59 Millionen US-Internet-Nutzer Spyware oder andere schädliche Programme auf ihren PCs.
(AFP)
