Burger King gibt Videoüberwachung zu
Gegen Betriebsratswahlen
Die deutsche Zentrale der Schnellrestaurantkette Burger King hat im Streit mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten [NGG] eingelenkt und Überprüfungen von Mitarbeitern mittels Kameramitschnitten in Restaurants zugegeben.
Es habe eine Anweisung gegeben, mit der sichergestellt werden sollte, dass "sowohl Manager als auch Mitarbeiter alle Richtlinien und Anweisungen befolgen", räumte Deutschland-Chef Thomas Berger am Donnerstag in München ein.
Das habe aber nur auf die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen gezielt. "Ich bedauere sehr, dass unter diesen Umständen der Eindruck entstanden ist, wir würden durch Videoüberwachung unsere Mitarbeiter kontrollieren."
Aktion gegen Betriebsräte
Die deutsche Gewerkschaft hatte am Mittwoch in einer Pressemitteilung festgestellt, dass in den über 600 Burger-King-Restaurants in Deutschland bei 28.000 Beschäftigten seit Abschluss eines Tarifvertrages im September 2007 erst in acht Städten zwölf neue Betriebsräte gegründet worden seien, gegen deren Wahl Burger King gerichtlich vorgehe. Zwei Drittel der deutschen Burger-King-Restaurants werden von Franchisenehmern betrieben.
Die NGG wirft Burger King vor, mit rechtswidriger Videoüberwachung die Beschäftigten daran hindern zu wollen, bei Betriebsversammlungen ihre Betriebsräte zu wählen, und Wahlvorständen fristlos zu kündigen.
(dpa | futurezone)
