Lehrer klagen über "Cyber-Mobbing"
Haftung für Forenbetreiber gefordert
Der Deutschen Philologenverband sieht Lehrer vermehrt im Internet durch Schüler diffamiert und bloßgestellt. Vom Internet-Mobbing seien an deutschen Schulen rund 60.000 Lehrerinnen und Lehrer betroffen, so der Verband unter Berufung auf nicht näher genannte aktuelle Studien.
Forenbetreiber sollen haften
Der Verband warnte am Montag in einer Mitteilung vor einer stark steigenden Tendenz dieser Computerattacken, ruderte aber gleichzeitig zurück, indem er feststellte, dass das "Mobbing" von "einer verschwindenden Minderheit von Schülern" ausgehe.
Dennoch fordert der Verband eine Verschärfung des deutschen Telemediengesetzes. Plattformbetreiber sollten für Äußerungen auf ihren Websites haftbar gemacht werden können.
Nach einer am Montag in Berlin vorgestellten Studie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft [GEW] sind rund 15.000 in der GEW organisierte Lehrer und Lehrerinnen Opfer von "Cyber-Mobbing" und werden im Internet oder per SMS fortgesetzt belästigt, bedroht oder verleumdet. Auch die GEW warnte aber dringend davor, das Problem zu dramatisieren.
(dpa | futurezone)
