ITU will Cyberterroristen bekämpfen

Terror
20.05.2008

Neues Zentrum in Malaysia in Bau

Größere Anstrengungen und ein weltweit gemeinsames Vorgehen im Kampf gegen terroristische Angriffe im Internet hat am Dienstag der Generalsekretär der Internationalen Fernmeldeunion [ITU] bei einem Treffen in Malaysia gefordert.

Die Informationstechnik habe den Terrorismus verändert, sagte Hamadoun Toure zum Auftakt einer internationalen Konferenz zum Thema Cyberterrorismus. Regierungsvertreter und Technikexperten aus mehr als 30 Ländern waren anwesend.

Weiteres Zentrum gegen Cyberterrorismus

Die neuen Terroristen würden die Sicherheit von Einrichtungen wie Atomkraftwerken bedrohen, sagte Toure. "Die harte Realität sieht so aus, dass die Informationstechnik zu einem Mittel für Cybercrime und Cyberterrorismus geworden ist."

Auch der gastgebende malaysische Ministerpräsident Abdullah Ahmad Badawi warnte, Cyberangriffe könnten "wahrhaft katastrophale Konsequenzen" haben. Telekommunikationsnetze, Notfalldienste, Atomkraftwerke und Dämme seien dabei gefährdet.

Ende des Jahres wird in Malaysia ein Zentrum gegen Cyberterrorismus eröffnet, geführt von "International Multilateral Partnership Against Cyber Terrorism" [IMPACT]. Auch in Estland wird in Kürze ein Forschungszentrums für Cyberangriffe eröffnet, diesmal unter Führung der NATO.

Im IMPACT-Aufsichtsrat sitzen unter anderen Vint Cerf, Eugene Kaspersky, Steve Chang und Mikko Hypponen.

(AP)