18.12.2005

RESUMEE

Musikindustrie auch 2005 mit Umsatzminus

Das Jahr 2005 hat für die Musikindustrie viel versprechend begonnen: die CD-Verkäufe stiegen seit vier Jahren erstmals wieder, legale Downloads und Klingeltöne kurbelten das Geschäft an, illegale Tauschbörsen wurden sukzessive geschlossen.

Und dennoch hat all das nicht gereicht, Umsatzeinbußen zu verhindern. Vor allem die Verkäufe von CD-Alben sind stark zurückgegangen.

In den letzten zwölf Monaten sind die Umsätze mit CD-Alben um acht Prozent auf das Niveau von 2003 gesunken. Rechnet man Online-Downloads und Klingeltöne mit ein, so pendelt sich das Minus bei vier Prozent ein.

Online-Musikmarkt boomt

Dieser wächst derzeit mit einer Rate von 150 Prozent pro Jahr, ist aber umsatzmäßig noch ein Tropfen auf dem heißen Stein. So musste die Musikindustrie erkennen, dass noch keine Wunderlösung für ihr Grundproblem - ständig fallende Umsätze - existiert.

Der erhoffte Rückgang raubkopierter CDs durch die Einführung von Kopierschutzmechanismen blieb aus. Im Gegenteil - die Industrie muss sich mit Beschwerden von legitimen Kunden herumärgern, die ihre gekauften CDs nicht abspielen können. Und für Sony BMG wurde der Kopierschutz gar zum PR-Desaster.