Keine Entlastung des Siemens-Vorstands
Nach dem kostspieligen Verkauf der Handysparte wollen die Siemens-Belegschaftsaktionäre dem Vorstand auf der Hauptversammlung im Jänner die Entlastung verweigern.
"Mit dem Verschenken des Bereichs Mobilfunk inklusive eines stattlichen Aufgelds von 800 Millionen Euro für den taiwanesischen Erwerber hat der Vorstand einen Supergau in der Unternehmenspolitik und einen unübersehbaren Imageschaden für den Technologiekonzern Siemens verursacht", kritisierte der Verein von Belegschaftsaktionären in der Siemens AG am Sonntag in München.
Der Vorstand habe die Probleme in der Handysparte durch Marketingfehler und einen übertriebenen Sparkurs selbst verursacht.
Renditeziele sind zu erfüllen
Siemens hatte das Geschäft mit Mobilfunkgeräten nach hohen Verlusten an den taiwanesischen BenQ-Konzern abgegeben. Dieses Schicksal könne auch jedem anderen Siemens-Bereich drohen, der die Renditeziele nicht erfülle, erklärten die Belegschaftsaktionäre. "Eine langfristig orientierte Innovationspolitik und die Sicherung von Arbeitsplätzen sind keine erkennbaren Ziele mehr."
Abklehnung der Dividendenerhöhung
Der Verein lehnt auch die Dividendenerhöhung ab, die von der
Hauptversammlung am 26. Jänner beschlossen werden soll.
Siemens mit Umsatz- und Gewinnplus
