Datenspeicher im Nanometer-Format
Immer mehr Daten auf immer kleineren Informationsträgern zu speichern ist das Ziel des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts "Magnetismus von Einzelatom zur Nanostruktur".
Im diesem Rahmen untersucht die Forschungsgruppe um Richard Berndt von der Universität Kiel, wie klein man Permanentmagneten bauen kann.
"Wir wollen ergründen, wie viele Atome notwendig sind, um einen kleinen permanenten Magneten zu konstruieren", so Berndt.
Zur Herstellung dieser winzigen Magnete verwenden die Physiker Rastertunnelmikroskope [RTM]. Mit diesen Geräten lassen sich einzelne Atome abbilden und bewegen. Dank hoher elektrischer Spannung können damit Atome aus der Oberfläche gelöst und an anderer Stelle wieder abgelegt werden.
Universität KielAktuelle Speicherformen bald ausgereizt
Die Wissenschafter wollen hierbei Grundlagenforschung betreiben und Ansätze für magnetische Datenspeicher im Nanometer-Bereich weiterentwickeln.
"Das Problem ist, dass aktuelle Konzepte zur Datenspeicherung bald an ihrer Grenze stoßen werden. Dann ist es einfach nicht mehr möglich, die Speicher noch kleiner zu machen", so Berndt.
Noch nicht alltagstauglich
Die Forscher hoffen nun, dass es ihnen gelingt, Moleküle, die ein bestimmtes magnetisches Moment besitzen, systematisch anzuordnen.
Zu lösen sei dabei vor allem die Frage der Temperatur. "Bisher bleiben diese Anordnungen nur bei sehr tiefen Temperaturen stabil, womit die Technik für den Einsatz im Alltag unbrauchbar ist", meinte Berndt.
