15.12.2005

LUFTSCHIFF

Ein Militär-Zeppelin für extreme Höhen

Das US-Militär versucht seit längerer Zeit Zeppeline für militärische Zwecke zu nutzen.

Nun wurde mit dem Rüstungshersteller Lockheed Martin ein 150 Mio. US-Dollar teures Projekt gestartet, in dem ein Zeppelin für extreme Höhe getestet werden soll, berichtet das Branchenblatt "Defense Industry Daily".

Das "High Altitude Airship [HAA]" wird dabei speziell für militärische Anforderungen gebaut und für den militärischen Einsatz getestet. Das unbemannte Luftschiff wird dazu in einer Höhe von etwa 22.000 Meter in eine "quasi-geostationäre" Position gebracht.

Mehrere Monate in 22.000 m Höhe

Die Hauptaufgabe des 166 Meter langen Zeppelins soll aber die Überwachung der US-Küste zur frühzeitigen Entdeckung feindlicher Raketen sein, die unter dem Bodenradar fliegen.

Das im Luftschiff integrierte Radar-Überwachungssytem soll eine Fläche von 1.100 km im Durchmesser überwachen können.

Damit das Luftschiff über mehrere Monate seine Postion behalten kann, müssen spezielle Solarzellen und Brennstoffzellen mit einer Kapazität von bis zu 500 kW entwickelt werden.

Erste Prototyp 2007

Zudem wird an einer speziellen aerodynamsichen Form getüftelt, die den Energieverlust durch in dieser Höhe auftretende, starke Winde kompensieren soll.

Der erste Prototyp soll 2007 vorgestellt werden, bevor man November 2010 mit der Fertigstellung rechnet.